Schloss Kellersberg

Erstmals erwähnt wurde das ehemalige Schloss Kellersberg 1338 als „adelige Haus und Gut Kellersberg“. Im Jahr 1439 befand sich der „Hof Kellersberg“ im Besitz des Wilhelmsteiner Ritters Heinrich von Droeten. Ab 1603 ging der Hof in den Besitz von Johann von Gronsfeld-Nivelstein über, dessen Familie ihn bis zum Ende des 18. Jahrhunderts innehatte. 

 

Im Jahr 1867 ging die „Burg Kellersberg“, später auch als „Schloss Kellersberg“ bezeichnet, in den Besitz der Familie von Blanckart über. Nach einem Brand im Jahr 1897, bei dem das Schloss vollständig zerstört wurde, erfolgte kein Wiederaufbau. In der Folge verlegte der Baron von Blanckart seinen Wohnsitz nach Effeld bei Heinsberg. 1906 erwarb der EBV das Gelände und errichtete die Kolonie Kellersberg.

 

Bis heute sind sich viele Quellen uneinig darüber, wo sich das Schloss Kellersberg genau befand. Häufig wird der heutige Standort des Kellersberger Hofes als ursprüngliche Lage des Schlosses angenommen. Die vor dem Brand angefertigten Tranchot-Karten belegen jedoch, dass das Schloss gegenüber dem Kellersberger Hof stand.

Tranchot-Karte, Beschriftet
© Zeitspuren Alsdorf
Tranchot Karte mit einem Overlay einer aktuellen Amtlichen Basis Karte (ABK)
Die Tranchot Karte ist um ca. 2 cm nach Süden versetzt, dennoch äußerst Akkurat.

Das einzige erhaltene Fragment des Schlosses ist ein alter Wappenstein mit der Jahreszahl 1724. Er ist heute in die Tormauer des Kellersberger Hofes eingelassen.

 

Quellen

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Kellersberg - Abgerufen am 12.11.2025
[2] https://www.alleburgen.de/bd.php?id=18866 - Abgerufen am 13.01.2026
Cover: Paul Clemen (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Bd. 9 Heft II (= Die Kunstdenkmäler des Landkreises Aachen.), Nachdruck der Ausgabe von 1912. Päd. Verlag Schwann, Düsseldorf 1981, S. 106−107.